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Implantate

Was ist ein Implantat?

In der Zahnmedizin bezeichnet man eine künstliche Zahnwurzel als Implantat, die zur Befestigung von Kronen, Brücken oder Prothesen dient. Die künstliche Zahnwurzel (Implantatkörper) hat meist die Form einer Schraube. Bei einem chirurgischen Eingriff wird das Implantat in den zahnlosen Kieferbereich eingesetzt.

Aus welchem Material bestehen Implantate?

Zahnimplantate bestehen in der Regel aus Titan. Das Material wächst sehr gut in den Knochen ein, da es biokompatibel und sehr gewebefreundlich ist. Titan löst selbst bei Allergikern keine Unverträglichkeiten aus.

Wie lange hält ein Implantat?

Bei einem Implantat kann keine Karies auftreten, doch ist eine entzündliche Erkrankung des Implantatlagers möglich. Diese sogenannte Periimplantitis ist mit einer Parodontitis an natürlichen Zähnen vergleichbar. Wie bei einer Parodontitis sind auch bei einer Periimplantitis regelmäßige Kontrollen und eine regelmäßige Betreuung durch das Prophylaxe-Team der Zahnarztpraxis zu empfehlen. Grundsätzlich weisen wissenschaftliche Studien auf eine lange Haltbarkeit von Implantaten hin.

Ist das Einbringen eines Implantates schmerzhaft?

Nein. Die Behandlung erfolgt meist unter lokaler Betäubung und ist mit einer Zahnentfernung vergleichbar. Die Wunde heilt in wenigen Tagen.

Kann man Implantate auch unter Vollnarkose einsetzen lassen?

Ja. Doch kann dies nicht jede Zahnarztpraxis anbieten.

Kann man bei Kindern und Jugendlichen Implantate setzen?

Der Ersatz von verlorenen Zähnen bei Kindern und Jugendlichen ist wegen des noch nicht abgeschlossenen Kieferwachstums problematisch, da der Kiefer um das Implantat herum nicht normal weiterwächst. Daher sollten Implantate nicht vor dem großen Wachstumsschub – bei Mädchen ca. bis 14 Jahre und bei Jungen bis 16 Jahre – eingesetzt werden.

Gibt es eine Altersgrenze für Implantate?

Nein. Einem rüstigen Patienten mit guter Knochenstruktur kann auch mit 90 Jahren noch ein Implantat eingesetzt werden.

Ich habe zu wenig Knochenmasse für ein Implantat, was kann ich tun?

Man kann Kieferknochen mit Ersatzmaterialien oder eigenem Knochen aufbauen, sodass es möglich ist, ein Implantat einzusetzen. Der Aufwand und die Dauer des Eingriffs hängen von der individuellen Knochensituation ab.

Wie wird das Implantat eingesetzt?

Über einen kleinen Schnitt wird die Mundschleimhaut geöffnet und der Knochen freigelegt. Mit einem speziellen Bohrer lässt sich dann das passende Lager für das Implantat schaffen. Danach wird das Implantat eingesetzt und die Mundschleimhaut meist wieder geschlossen.

Wie lange dauert das Einheilen des Implantats?

Nach etwa drei Monaten sollte das Implantat so fest im Knochen verwachsen sein, dass es belastet werden kann. Während dieser Zeit ermöglicht ein Provisorium das Kauen und Sprechen. Sobald das Implantat eingeheilt ist, wird ebenfalls unter lokaler Betäubung die Mundschleimhaut direkt über dem Implantat geöffnet und ein „Aufbau“ auf dem Implantat befestigt – entweder zementiert, geklebt oder verschraubt. Darauf lagert sich dann der Zahnersatz.

Wie oft sollten Implantate beim Zahnarzt kontrolliert werden?

Wenn keine besonderen Risiken z.B. für Periimplantitis bestehen, genügt eine halbjährliche Kontrolle.

Kann Rauchen die Haltbarkeit des Implantats beinträchtigen?

Jeder Missbrauch von Tabak, Alkohol und Drogen schädigt die Gesundheit und somit die Körperkräfte, die benötigt werden, um erfolgreich Implantate einheilen zu lassen und zu erhalten.

Was kostet ein Implantat?

Der Patient sollte sich immer vor Behandlungsbeginn bei der Krankenversicherung (gesetzlich, privat, Beihilfestelle) erkundigen, wie hoch der Zuschuss der Krankenversicherung an der geplanten Implantatversorgung ist. Bitte beachten: Eine Implantation ist immer ein privater Behandlungsvertrag zwischen Patient und Zahnarzt. Ob eine Krankenversicherung ganz oder anteilig die entstehenden Kosten übernimmt, regeln die Bedingungen der Versicherung.

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