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Wie werden Kreidezähne behandelt?

So hilft der Zahnarzt

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind Kreidezähne haben könnte, gehen Sie baldmöglich zum Zahnarzt. Teilen Sie dem Behandler ihren Verdacht mit, damit er besonders behutsam vorgehen kann. Der Zahnarzt untersucht die betroffenen Zähne eingehend und stellt fest, ob die Erkrankung vorliegt.

Diagnose

Hat ihr Kind tatsächlich Kreidezähne, definiert der Zahnarzt die Schwere des Krankheitsverlaufs. Dafür bedient er sich beispielsweise einer Indexierung von 1 bis 4 oder Schweregraden von I bis III.

Die entscheidenden Symptome bei der Diagnose sind „Hypersensibilität“ und „Substanzdefekt“. Die Hypersensibilität definiert, wie stark die betroffenen Zähne auf Reize reagieren. Der Substanzdefekt beschreibt, wie schwer die Zähne beschädigt sind, wie fortgeschritten die Demineralisierung und wie dünn der Zahnschmelz ist.

Behandlung

Bislang gibt es für Kreidezähne keine Heilung. Sie werden ein Leben lang empfindlich und anfällig sein. Wer Kreidezähne jedoch frühzeitig erkennt, kann den weiteren Verfall stoppen.

Dafür sind regelmäßige Besuche beim Zahnarzt nötig – je nach Schwere der Erkrankung alle drei bis sechs Monate. Hauptziel der Therapie ist, die Zähne zu schützen (z.B. vor Karies) und die Schmerzen des Kindes zu lindern. Die Behandlung wird individuell an das Kind angepasst und im Vorfeld mit den Eltern besprochen.

FluoridierungIm Rahmen einer Intensivprophylaxe werden Kreidezähne beispielsweise regelmäßig fluoridiert, das heißt mit einem Fluoridlack oder -gel bestrichen. In einem weiteren Schritt werden Fissuren versiegelt oder mit Kunststoff abgedeckt. Bei schweren Verläufen kommen auch Füllungen oder Verkronungen der Kreidezähne in Betracht. Nur in ganz schweren Fällen ist das Ziehen des Zahns notwendig.

Zahnpflege zu Hause

Begleitend zur Therapie in der Zahnarztpraxis berät der Zahnarzt zur Zahnpflege zu Hause, speziell bei Kreidezähnen. Konsequentes Zähneputzen mit Fluorid ist empfehlenswert, ebenso wie eine zahngesunde Ernährung. Ziel ist es, die Kreidezähnen vor anderen Erkrankungen, zum Beispiel Karies, zu schützen.

Stand: 20.02.2020

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