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Bleaching beim Zahnarzt

Home-Bleaching, In-Office-Bleaching oder Walking-Bleach?

Der Zahnarzt kann auf verschiedene Methoden zurückgreifen, um einzelne Zähne bis hin zum ganzen Gebiss schonend aufzuhellen. Hier erfahren Sie, unter welchen Voraussetzungen eine Zahnaufhellung möglich ist, welche Methoden infrage kommen und wann davon abzuraten ist.


Voraussetzungen für eine Zahnaufhellung

Bevor der Zahnarzt ein Bleaching durchführt, kontrolliert er Zähne und Zahnfleisch. Die Zähne müssen kariesfrei sein, damit das Bleichmittel nicht den Zahnnerv schädigen kann. Wichtig ist außerdem, dass das Zahnfleisch keine Verletzungen aufweist und auch keine Zahnfleischtaschen vorhanden sind. Wer Zahnfüllungen oder Veneers hat, muss wissen: Eine Aufhellung ist hier nicht möglich. Beides kann jedoch im Nachhinein in einer separaten Behandlung farblich angeglichen werden. In der Regel kann eine Zahnaufhellung problemlos durchgeführt werden.

Abzuraten ist jedoch bei:
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Patienten unter 18 Jahren
  • Überempfindlichen Zähnen
  • Allergien/Unverträglichkeiten gegen Bleichmittel
  • Bestimmten Medikamenten (fragen Sie hierzu Ihren Zahnarzt)
     

Risiken und Nebenwirkungen

Durch die Behandlung können die Zähne kurzfristig stärker auf Wärme- und Kältereize reagieren. Nach Abschluss der Behandlung – meist innerhalb weniger Stunden bis hin zu zwei, drei Tagen – verschwinden diese Symptome wieder. Um der Zahnempfindlichkeit vorzubeugen oder sie zu reduzieren, hilft eine Fluoridierung durch den Zahnarzt oder ein Fluorid-Gel aus der Apotheke.
 

Bleaching-Methoden und Ablauf

In einem ersten Schritt werden die Zähne bei einer professionellen Zahnreinigung gründlich gereinigt. Damit werden bereits erste oberflächliche Verfärbungen entfernt. Im nächsten Schritt folgt die eigentliche Zahnaufhellung. Dabei gibt es verschiedene Optionen:

Home-Bleaching für Zuhause

Nachdem er einen Gebissabdruck genommen hat, fertigt der Zahnarzt in der Praxis eine passgenaue Kunststoffschiene an. Den eigentlichen Bleichvorgang führt der Patient nach genauer zahnärztlicher Anweisung selbstständig zu Hause durch: Er füllt das Bleichmittel in die Zahnschiene und trägt sie für eine bestimmte Zeit. Der Zeitraum hängt davon ab, welches Präparat der Zahnarzt zur Verfügung stellt. Die Anwendungsdauer beträgt zwei bis sechs Wochen – je nach Präparat und angestrebtem Helligkeitsgrad.

In-Office-Bleaching in der Praxis

Wie der Name bereits erahnen lässt, wird diese Variante des Zähnebleichens direkt in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Zu Beginn der Behandlung deckt der Zahnarzt das Zahnfleisch ab, um es vor dem Bleichmittel zu schützen. Im Anschluss trägt er das hochkonzentrierte Bleichmittel auf die Zähne auf. Die Einwirkzeit beträgt ungefähr 20 bis 30 Minuten. Mit einer speziellen Lampe oder Laserlicht kann die Wirkung bei Bedarf verstärkt und die Zahnaufhellung beschleunigt werden. In der Regel sind zwei bis vier Behandlungssitzungen erforderlich – je nach Ausgangssituation und gewünschtem Ergebnis.

Walking-Bleach für innere Verfärbungen

Diese Technik kommt bei inneren Verfärbungen zum Einsatz, zum Beispiel wenn sich der Zahn aufgrund einer Wurzelkanalbehandlung verfärbt hat. Der Zahnarzt füllt das Bleichmittel in den Wurzelkanal, wo es für drei bis fünf Tage einwirkt. Bis die gewünschte Aufhellung erreicht ist, verschließt er den Zahn provisorisch.
 

Kosten eines Bleachings

Ein Zahnbleaching ist eine kosmetische Leistung und unterliegt somit nicht der Gebührenordnung für Zahnärzte. Deshalb bezahlen die Krankenkassen in der Regel nicht. Die Kosten variieren je nach Methode und Aufwand. Fragen Sie Ihren behandelnden Zahnarzt.

Stand: 26.11.2019

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