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Durchbruch Weisheitszahn

Allgemeines zu Weisheitszähnen

Die Weisheitszähne sitzen ganz hinten im Kiefer. Sie sind von vorn gezählt die achten Zähne. Im Ober- und Unterkiefer sitzt links und rechts je ein Weisheitszahn, sodass vier Weisheitszähne die Regel sind.

Die Anzahl der Höcker auf den Weisheitszähnen variiert zwischen drei und fünf. Es gibt Weisheitszähne mit bis zu fünf Zahnwurzeln. Selten ist ein neunter Zahn im Kiefer angelegt.

Weisheitszähne sind ein Überbleibsel aus der Zeit, als ein größeres Gebiss mit mehr Zähnen nötig war, um Nahrung zu zerkleinern. Im Laufe der Evolution hat sich die Gebissgröße verkleinert und die Zahnanzahl verringert. Der Kiefer des heutigen Menschen ist oft zu klein für den achten Zahn.

Weisheitszähne brechen durch

Die Weisheitszähne brechen in der Regel im Erwachsenenalter durch, bei manchen Menschen nur teilweise oder gar nicht. Ein Durchbruch ist bis ins hohe Alter möglich, aber auch Jugendliche können ihre Weisheitszähne schon bekommen. Ob überhaupt Weisheitszähne im Kiefer angelegt sind und wie es mit deren Wachstum aussieht, kann mit einer Röntgenaufnahme beim Zahnarzt festgestellt werden.

Das Durchbrechen der Weisheitszähne verursacht Schmerzen – wie bei allen anderen Zahndurchbrüchen auch. Es können Rötungen, Schwellungen und Schluckbeschwerden auftreten sowie Beschwerden beim Öffnen des Mundes. Der Durchbruch nimmt einen längeren Zeitraum in Anspruch. So kann es vorkommen, dass die Schmerzen abklingen und wieder kommen, bis der Zahn vollständig herausgewachsen ist.

Es empfiehlt sich, einen Zahnarzt aufzusuchen, sobald die Symptome eines Durchbruchs auftreten. Der Zahnarzt kann feststellen, ob die Zähne ungehindert wachsen können, und zur Erleichterung eine Salbe oder Creme verschreiben, bei starken Schmerzen auch ein Schmerzmittel. Zur Unterstützung und Vorbeugung von Entzündungen kann eine antiseptische Mundspülung verwendet werden.

In der Regel sind die Schmerzen gering und es treten keine Entzündungen auf.

Weisheitszähne brechen nicht durch

Teilretinierter Weisheitszahn mit Zahnfleisch bedeckt

Wenn der Zahn teilweise mit Zahnfleisch bedeckt bleibt, spricht man von einem teilretinierten Weisheitszahn. Bei dieser Störung des Durchbruchs bildet sich eine Zahnfleischkappe über dem durchbrechenden Weisheitszahn. Die Kappe kann mit der Zahnbürste nur schlecht gereinigt werden. Speisereste und Bakterien können sich sammeln und zu einer Entzündung führen. Meist tritt dann ein pochender Schmerz auf, der sich bis zum Ohr oder den Schläfen zieht. In diesem Fall sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, besonders wenn Fieber hinzukommt.

Retinierter Weisheitszahn der symptomlos im Kiefer liegt

Wenn ein Weisheitszahn nicht in die Mundhöhle durchbricht, sondern im Kieferknochen verbleibt, bezeichnet man das als retinierten Weisheitszahn. Meistens ist Platzmangel im Kiefer die Ursache. Aber auch eine Querlage kann verhindern, dass der Zahn durchkommt. Sollten die Weisheitszähne bis zum 25. Lebensjahr nicht durchgebrochen sein, empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt. Normalerweise bleiben vollretinierte Zähne symptomlos.

Stand: 04.04.2019

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