Die BLZK informiert - Ihr Zahnarzt berät

Osteoporose und Parodontitis

Knochenschwund im Kiefer

Bei der Osteoporose schwindet die Knochenmasse und die Gefahr von Knochenbrüchen steigt deutlich. Nicht nur Wirbel, Beckenknochen, Arme, Finger oder der Oberschenkelhals können betroffen sein.

Auch am Kieferknochen lässt sich Osteoporose nachweisen. Vieles deutet daraufhin, dass Osteoporose ein Risikofaktor für Parodontitis sein kann. So hat sich gezeigt, dass Frauen mit Osteoporose während und nach den Wechseljahren mehr Zähne verloren haben als Frauen derselben Altersgruppe mit einer normalen Knochendichte. Kalzium in Kombination mit Vitamin D soll helfen, wieder mehr Kalzium in die Knochen einzulagern und somit die Knochendichte und -stabilität zu erhöhen. Zusätzliches Fluorid kann ferner unterstützen.

Osteoporose-Patienten, die Bisphosphonate einnehmen, sollten dies unbedingt ihrem Zahnarzt mitteilen. Wundheilungsstörungen, Verlust oder Zerstörung des Kieferknochens können nach chirurgischen Eingriffen bei Bisphosphonat-Therapie auftreten. Parodontalbakterien können zusätzlich schwere Infektionen auslösen.

Bei einer Bisphosphonat-Therapie ist es besonders wichtig, den Mund durch gute Pflege, regelmäßige Zahnarztkontrolltermine und Professionelle Zahnreinigungen möglichst entzündungsfrei zu halten.

Künstliche Gelenke

Von einigen Patienten mit Hüftprothese oder künstlichem Kniegelenk weiß man, dass Bakterien aus der Mundhöhle über den Blutkreislauf wandern und sich an den künstlichen Gelenken ansiedeln können. Dort können sie zu Infektionen führen.

Stand: 14.10.2018

VOILA_REP_ID=C1257FBC:002D4540