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Dialyse, Organtransplantation und Parodontitis

Dialyse

Eine chronische Entzündungen in der Mundhöhle, wie sie z.B. die Parodontitis darstellt, belastet den Körper dauerhaft. Sie erhöht im Blut den auf eine Entzündung hinweisenden CRP-Wert. Gerade bei Dialyse-Patienten ist es wichtig, dass eine solche Dauerbelastung ausgeschaltet wird, da ihr Organismus ohnehin geschwächt ist und die Abwehrkräfte unter Umständen der ausgeschütteten Bakterien nicht Herr werden. Sollte eine Parodontitis vorliegen, so empfiehlt sich unbedingt eine sanierende Behandlung beim Zahnarzt.

Organtransplantation

Vor einer Organtransplantation müssen parodontale Probleme und eventuelle Kariesschäden beseitigt werden. Organtransplantierte Menschen gelten in der zahnärztlichen Behandlung als Risikopatienten.

Sie erhalten als Langzeittherapie das Immunsystem unterdrückende Medikamente (z. B. Cyclosporin A), die die Abstoßung des transplantierten Organs verhindern sollen. Häufig ist auch die Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten notwendig.

Als Nebenwirkung dieser Arzneimittel entstehen oft Wucherungen des Zahnfleischs. Die Oberfläche des Zahnfleischs ist dann nicht mehr fest, sondern zerfurcht und blumenkohlartig verändert. Ein so verändertes Zahnfleisch ist schwerer zu pflegen und begünstigt die Bildung von bakteriellen Zahnbelägen. Eine Zahnfleischentzündung ist die Folge.

Stand: 14.10.2018

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